Die beiden Kitas und die Krippe sind vom 27. Juli bis zum 14.August 2020 geschlossen.
Sie erreichen uns ab dem 17. August 2020 per Mail oder Telefon.
 
Wir wünschen Ihnen eine gute 
Zeit. Bleiben Sie gesund und behütet.
 
 
 
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Fühlen Sie sich herzlich gegrüßt, bleiben Sie behütet und beschützt,
Ihre Teams aus Kindergarten und Krippe
 
 
 

ANNAS GESCHICHTEN-MITMACH-AKTION:

Liebe Kinder und liebe Eltern,

damit die Zeit zu Hause nicht zu langweilig wird, habe ich mir für Euch etwas überlegt: Wie wäre es, wenn wir zusammen ein Buch gestalten? Ich schreibe Euch kleine Geschichten, Eure Eltern lesen Euch diese vor und Ihr malt die Bilder dazu. Eure Eltern können das Bild dann abfotografieren und an uns per Mail senden. Am Ende haben wir ein tolles buch zusammen gemacht, was von uns allen kommt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn viele Bilder zusammen kommen. Ganz viele liebe Grüße von Anna.
 
Alle Kapitel gibt es auch als Hörspiel. Diese sind hier zu finden https://www.youtube.com/channel/UCS-8GzRJCdqOlXIrqpRXDAg/videos?view_as=...
 
 

Kapitel 1

Mein Freund Emil

 

Es war früh am Morgen, die Sonne schien ins Zimmer und Lina machte gerade ihre Augen auf. Im Bett war es so schön warm und Lina streckte sich ganz kräftig aus. Normalerweise wird sie morgens immer von ihren Eltern geweckt damit sie in den Kindergarten gehen kann, aber seit ein paar Tagen musste sie zu Hause bleiben.

Lina war zwar nicht krank, aber alle Kinder sollten zu Hause bleiben.

Eigentlich war das auch mal ganz schön, sie und ihre Eltern hatten morgens länger Zeit um zu frühstücken und zusammen zu spielen. Lina vermisste aber ihre Freunde aus ihrem Kindergarten, ganz besonders vermisste sie Emil, er war ihr bester Freund.

 

Lina schlug die Decke weg und sprang aus dem Bett. Sie hüpfte auf ihren nackten Füßen zum Fenster, schob die Gardine zur Seite und schaute raus. Emil wohnte im Haus gegenüber und sie trafen sich immer am Fenster um sich zuzuwinken.

Bei Emil waren die Gardinen noch vor seinem Fenster, wahrscheinlich schlief er noch.

Also ging Lina erst mal ins Badezimmer. In der Küche saßen auch schon ihre Eltern und tranken Tee.

„Guten Morgen Lina, hast du gut geschlafen?“, fragte ihr Vater. Lina nickte und gähnte. „Ich habe dir schon deine Anziehsachen raus gelegt!“, sagte Mama. „Wenn du angezogen bist, können wir frühstücken, in Ordnung?“

Lina rannte in ihr Zimmer, auf ihrem Bett lagen ihr lieblings Sachen, ein grüner Pullover der ganz weich war, eine blaue Leggings mit weißen Punkte und ganz bunte Socken. Lina zog sich ganz schnell an und schaute in den Spiegel.

Lina hatte knallrote, kurze Haare die vom schlafen in alle Richtungen verstrubbelt waren. Lina streckte sich die Zunge raus und musste lachen. Sie hatte ganz viele Sommersprossen, die auf ihrer Nase und ihrer Wange verteilt waren. “Meine kleine Hexe!“, sagte Oma oft zu ihr, das fand Lina immer lustig.

Bevor Lina zum frühstücken ging, schaute sie noch schnell aus dem Fenster und da stand Emil auch endlich und winkte ihr zu, Lina winkte ihm aufgeregt zurück, wie gerne würde sie jetzt mit ihm spielen.

Emil war ein lustiger Junge, er war 5 Jahre alt, genau wie Lina, er hatte ganz schwarze Haare, die etwas lockig waren. Emil war etwas kleiner als Lina, das machte aber nichts und er hatte eine runde Brille die einen blauen Rand hatte. Lina mochte es, wenn Emil sich Geschichten ausdachte, das konnte er gut, die spielten sie dann immer in der Bau- oder Puppenecke im Kindergarten nach.

„Lina, bist du fertig? Wir wollen frühstücken.“ rief Papa aus der Küche. Lina winkte Emil noch einmal und rief „Jaha, ich komme sofort, ich muss Emil noch schnell winken!“,  dann lief sie in die Küche und freute sich auf ein leckeres Brot mit Käse, das sie sich immer selber schmierte.

 

Kapitel 2

Das Dosentelefon

 

Lina saß in ihrem Zimmer und spielte mit ihren Legosteinen. Irgendwie machte das alleine aber auch keinen Spaß. Sie sah zu ihrem Fenster und dachte an Emil und ihre anderen Freunde aus dem Kindergarten.

Wie gerne würde sie jetzt mit den anderen zusammen etwas machen oder einfach nur ein bisschen reden. Da schaute ihre Mutter ins Zimmer und fragte sie, „Na Lina, was machst du gerade?“. Lina schaute zu ihr hoch, „Mir ist so langweilig und ich würde so gerne mit Emil spielen!“, sagte sie traurig. „Das glaube ich dir und deshalb habe ich eine tolle Idee was wir zusammen machen können!“, antwortete ihre Mutter und lächelte sie dabei an. „Weißt du, als ich so alt war wie du, da haben meine Freunde und ich uns öfter ein Dosentelefon gebastelt und damit telefoniert! Weißt du was ein Dosentelefon ist, Lina?“ fragte ihre Mutter. Lina dachte nach, sie kannte kein Dosentelefon aber das sie damit telefonieren konnte um dann vielleicht mit Emil zu reden, dass hörte sich toll an. „Können wir auch so ein Dosentelefon basteln und dann eins rüber zu Emil bringen?“, fragte Lina aufgeregt. „Ja, genau das machen wir jetzt!“, sagte ihre Mutter und ging vor in die Küche. Auf dem Küchentisch lagen zwei  leere Dosen von den Ravioli die Lina und ihre Eltern gestern Abend gegessen hatten, eine Rolle Schnur, eine Schere, ein Nagel und ein Hammer.

Lina und ihre Mutter setzten sich an den Küchentisch. Lina schaute sich die Dosen an, ihre Mutter hatte die Dosen ausgewaschen und den Deckel auf der einen Seite schon abgemacht. „Hier Lina, nimm mal den Nagel und den Hammer und versuche vorsichtig ein Loch in den Boden der Dose zu schlagen!“, sagte ihre Mutter. Lina nahm den Nagel und den Hammer, ihre Mutter hielt den Nagel fest und Lina schlug ganz vorsichtig den Nagel in die Dose, sie passte gut auf, dass sie nicht die Hand ihrer Mutter traf. Nach vier kleinen Schlägen war der Nagel in dem Dosenboden. Linas Mutter zog den Nagel wieder heraus und stellte die zweite Dose vor Lina. „Hier muss auch noch ein Loch reingemacht werden.“, sagte ihre Mutter. Als Lina das geschafft hatte, fädelte ihre Mutter die Schnur in das Loch das Lina gemacht hatte und machte  mehrere Knoten, so konnte sie nicht mehr rausrutschen. „Willst du mal probieren die Schnur in die andere Dose zu fädeln?“, fragte ihre Mutter. Lina nahm die Dose, nach ein paar Versuchen, war der Faden in dem Loch, bei dem Knoten half ihre Mutter. „So, fertig! Nimm du die eine Dose und gehe ins Wohnzimmer, ich bleibe mit der anderen hier in der Küche. Wenn du im Wohnzimmer bist, halte die Öffnung an dein Ohr und höre genau hin!“, sagte ihre Mutter. Lina schnappte sich die Dose und rannte ins Wohnzimmer und hielt diese an ihr Ohr, plötzlich hörte sie durch die Dose ihre Mutter sprechen, „Hallo Lina, fertig ist dein eigenes Dosentelefon!“. Lina freute sich sehr und wäre am liebsten sofort rüber zu Emil gelaufen um ihm seine Hälfte des Telefons zugeben aber leider ging das ja nicht. Das machte sie wieder etwas traurig. „Ich habe schon mit Emils Eltern gesprochen!“, sagte Linas Papa, der gerade in das Wohnzimmer kam. „Wir werfen ihm sein Telefon rüber!“ Beide gingen sie an das Fenster in Linas Zimmer, dort sahen sie schon Emil mit seinem großen Bruder stehen. „Hallo Emil!“, schrie Lina aufgeregt. „Ich habe ein Telefon für uns beide gebastelt!“. Linas Papa warf die Dose rüber, beim dritten Versuch fing Emils Bruder das Telefon. Sofort hielt Emil sich die Dose an sein Ohr und hörte die Stimmer seiner besten Freundin, „Hallo Emil, ist das nicht toll? Jetzt können wir immer wenn wir uns hören wollen, unser eigenes Telefon benutzen!“, jubelte Lina. Nun hielt Lina ihre Dose an ihr Ohr und hörte Emil lachen, „Oh ja, was für eine tolle Idee!“.

So standen die beiden noch eine Weile zusammen am Fenster und redeten über die letzten Tage und was sie so gespielt hatten.

 

Anleitung Dosentelefon

 

Vielleicht habt ihr ja auch Lust so ein Dosentelefon nachzubauen um mit euren Geschwistern oder Freunden sprechen zu können.

 

Was ihr braucht:

 

  • 2 leere Dosen: Achte bei den Dosen darauf, dass sie keinen scharfen Kanten haben, deine Eltern können dir dabei Helfen, sonst könntest du dich beim telefonieren schneiden.

 

  • lange Schnur: Die Schnur sollte möglichst stabil sein. Sie muss zum telefonieren straff gespannt werden

 

  • Nagel und Hammer: Die brauchst du, um ein Loch in den Dosenboden zu stechen

 

  • Schere

 

Bauanleitung:

 

Schlage mit dem Hammer und den Nagel jeweils ein Loch in die Mitte des Dosenbodens.

 

  1. Fädle durch jedes Loch ein Faden-Ende und knote innen einen Knoten in den Faden, sodass dieser nicht aus der Dose herausrutschen kann.

 

  1. Fertig ist das Dosentelefon!

 

Viel Spaß!

 

Kapitel 3

 

1,2,3,4....Regenbögen

 

Es war wieder ein sonniger Tag. Emil und sein Vater hatten sich überlegt, ein bisschen draußen spazieren zu gehen.

Am Morgen hatten Emil und Lina schon über ihr Dosentelefon kurz gesprochen. Lina hatte ihm erzählt, dass sie von Muffins geträumt hatte. Emil mochte Muffins, am liebsten die mit Schokolade.

 

Auf dem Weg durch die Straßen fiel Emil auf, das in einigen Fenstern Bilder von gemalten Regenbögen hingen. „Papa, sieh mal! Noch ein Regenbogen!“, sagte er dann zu seinem Vater. Sein Vater schaute nach oben zu dem Fenster auf das Emil zeigte. „Ja, das ist schon der dritte Regenbogen den ich hier sehe!“, antwortete er. „Wollen wir mal zählen wie viele wir noch sehen?“, fragte er Emil.

Sie gingen die Straße weiter und sahen noch einige Regenbögen. Am Ende ihres Spazierganges hatten sie 8 Stück gezählt. Als sie am Haus von Amir ankamen, das war ein Junge aus dem Kindergarten von Emil und Lina, stand die Mutter von Amir auf dem Balkon. Auch dort hing im Fenster ein Bild von einem ganz bunten Regenbogen. „Hallo Frau Cengiz, wie geht es ihnen?“, rief Emils Vater ihr zu. „Oh, Hallo  Emil und Herr Orlow! Uns geht es gut und ihnen?“, rief Amirs Mutter. Emil und sein Vater erzählten von ihrem Spaziergang und was sie so die letzten Tage gemacht hatten. „Frau Cengiz, warum haben hier alle diese Regenbögen in ihren Fenstern?“, fragte Emil. „Hat Amir den dort oben gemalt?“, wollte Emil noch wissen. Da kam auch sein Freund Amir auf den Balkon, er hatte die Stimme von Emil erkannt. „Hallo Emil, ja den habe ich gestern mit meiner Schwester zusammen gemalt! Das haben wir gemacht, damit alle anderen Kinder die hier in die Fenster schauen sehen, dass wir auch zu Hause bleiben müssen!“, antwortete Amir. Emil und sein Vater fanden die Idee toll. Sie wollten auch einen Regenbogen malen und diesen aufhängen. „Das muss ich auch dringend Lina erzählen!“, überlegte Emil. „Komm Papa, lass uns schnell nach Hause, damit ich auch anfangen kann zu malen!“, drängelte Emil. Er erzählte Amir noch schnell von dem Dosentelefon, dass er und Lina hatten und mit dem sie sich jetzt immer unterhalten konnten. Die Idee fanden Amir und seine Mutter auch sehr gut und wollten am Nachmittag auch so ein Telefon basteln. Nachdem sich alle verabschiedet hatten, gingen Emil und sein Vater nach Hause. Emil holte seine Malsachen aus seinem Zimmer und fing sofort an, seinen Regenbogen zu malen. Er benutzte alle Farben die er hatte, auch ein paar Vögel und eine Sonne malte er dazu. Als er fertig war zeigte er das Bild seinen Eltern. „Den hast du richtig toll gemacht!“, freute sich Emils Mutter. „Den hängen wir jetzt sofort auf!“. Vorher wollte er aber noch Lina davon erzählen. Er hatte Glück. Lina spielte gerade in ihrem Zimmer, sie ging gleich an ihr Dosentelefon. Emil hielt sein Bild an das Fenster, so das Lina es sehen konnte. Er erzählte ihr was Amir ihm über die Regenbögen gesagt hatte und auch Lina wollte mitmachen. So hatte die Straße an diesem Nachmittag zwei Regenbögen mehr in ihren Fenstern.

 

 

 

Kapitel 4

 

Die Eierbecher

 

„Guten Morgen Lina, bist du schon wach?“, hörte Lina ihre Mutter sagen. Lina gähnte und zog sich die Decke über den Kopf. Es war so schön unter der Decke und Lina hatte noch keine Lust aufzustehen. „Lina?“, versuchte ihre Mutter es nochmal und streckte dabei ihren Kopf in Linas Zimmer. „Ich stehe gleich auf Mama!“, grummelte Lina unter ihrer Decke. Sie hörte wie ihre Mutter die Tür wieder schloss und ins Wohnzimmer ging. Langsam rollte Lina sich aus ihrem Bett. Als sie aus dem Fenster schaute, konnte sie es kaum glauben, da schneite es. Lina rannte zum Fenster und sah den kleinen Schneeflocken die vom Himmel fielen dabei zu, wie sie am Boden landeten und dort schmolzen. „Schade!“, dachte Lina. Gerne wäre sie draußen Schlitten gefahren aber dafür war es zu wenig Schnee. Sie schaute rüber zum Fenster von Emil. Dort waren noch die Gardinen zugezogen. Lina schnappte sich ihre Dose und rief laut hinein, „Haaalllooo, Emil! Aufstehen!“ Sie wartete kurz ab und rief noch einmal ins Telefon. Da schoben sich die Gardinen zur Seite und ein ganz verschlafener Emil tauchte auf. „Morgen Lina! Warum schreist du denn schon so früh morgens?“, fragte Emil ganz verschlafen. Lina musste lachen. „Siehst du denn nicht, es schneit draußen!“ freute sie sich. Jetzt bemerkte es auch Emil. Er setzte sich sofort seine blaue Brille auf, um die Schneeflocken besser sehen zu können. Er hatte sich schon so lange Schnee gewünscht. „Lina, kommst du zum Frühstück!“, rief Linas Mutter aus der Küche. „Emil, ich muss zum Essen, wollen wir später nochmal reden?“, fragte sie. Emil winkte ihr zu und nickte.

„Wozu hast du denn heute Lust?“, fragte Linas Vater und nahm einen großen Schluck Tee. Lina zuckte mit den Schultern, sie hatte keine Idee. „Weißt du Lina, es ist ja bald Ostern, hast du Lust Eierbecher zu basteln?“ fragte Linas Papa.

Das fand Lina eine tolle Idee. „Und wie basteln wir die Eierbecher?“, fragte Lina neugierig. „Wir brauchen nur eine leere Toilettenpapierrolle, diese schneiden wir in Ringe und bemalen sie und schon haben wir unsere eigenen Eierbecher!“, erklärte Linas Papa. Lina wollte direkt loslegen, doch vorher musste sie sich schnell anziehen und ihre Zähne putzen. Als sie alles erledigt hatte, ging sie zu ihrem Vater ins Wohnzimmer. Er hatte schon eine leere Toilettenpapierrolle, eine Schere, etwas Kleber und Stifte bereit gelegt. Lina schnitt einen Ring aus der Rolle und dann konnte sie schon anfangen diesen zu bemalen. Ihr Vater hatte noch die Idee diese zu bekleben. Sie machten drei Eierbecher, einen für Lina, einen für ihre Mutter und einen für ihren Vater. Als sie fertig waren gingen beide in die Küche und holten ein Ei aus dem Schrank. Lina setzte es in den neuen Eierbecher und es passte. Das sah sehr lustig aus, den einen Becher hatte sie wie eine Raupe beklebt. Sie hatten noch Wackelaugen im Bastelkarton gefunden und Papa hatte ihr geholfen einen Raupenkörper zu falten.

Die Becher wollte sie sofort Emil zeigen, vielleicht wollte er auch welche basteln. „Toilettenpapierrollen hat ja jeder zuhause!“, dachte sich Lina und rannte in ihr Zimmer.

„Emil, Emil, bist du da?“, rief sie ganz laut in ihr Telefon. „Hallo Lina!“ rief Emil lächelnd. Lina zeigte ihm die Eierbecher und erklärte ihm, wie sie die gebastelt hatte. Auch Emil fand sie toll und er wollte seine Eltern fragen, ob er auch solche Becher für seine Familie basteln könne. Lina und Emil winkten sich noch einmal zu. Dann legte Lina das Telefon zur Seite und wollte noch weitere Eierbecher basteln.

Anleitung

Material:

  • Toilettenpapierrollen
  • Schere
  • Kleber
  • Pappe/Tonkarton/farbiges oder bemaltes Papier
  • Dekoration

 

Schritt 1:

 

Die Toilettenpapierrolle in der Mitte durchschneiden.

Dann kann sie mit farbigen Papier oder der Pappe umklebt werden.

 

Schritt 2:

 

Der Ring kann nach Lust und Laune mit vorhandenem Material beklebt und dekoriert werden.

Bei diesem Eierbecher, habe ich den Körper aus einer sogenannten „Hexentreppe“ gefaltet. Dazu gibt es im Internet einige Anleitungen und Videos.

 

Der zweite Eierbecher ist aus Holz, diese gibt es im Internet und können ganz einfach angemalt werden. Auch Wassermalfarben aus dem Tuschkasten halten darauf.

 

Viel Spaß beim Basteln

 

Kapitel 5

 

Auf die Plätze, fertig....LOS!

 

Emil saß mit seinen Eltern und seinem großen Bruder Leonid am Tisch, es gab Blinys zum Mittagessen. Blinys, dass sind russische Pfannkuchen, was das Lieblingsgericht von Emil und Leonid ist. „Gibst du mir mal bitte den Zucker rüber, Papa!“, fragte Emil und streckte seine Hand aus. „Bist du nicht schon satt, Emil? Das ist jetzt schon dein vierter Bliny!“, lachte Emils Mutter. Emil schüttelte den Kopf und streute sich den Zucker über seinen Pfannkuchen. Das schmeckte einfach zu lecker, er konnte gar nicht aufhören zu essen. „Habt ihr Lust eine Runde Autorennen mal ganz anders zu spielen?“, fragte Emils Mutter als alle fertig waren mit dem Essen. „Ich habe heute von Catharina, deiner Erzieherin aus dem Kindergarten, eine tolle Idee gelesen!“, fügte sie hinzu. Emil und Leonid schauten sich gespannt an, natürlich hatten sie Lust auf ein Autorennen. „Alles was wir brauchen, ist ein großes Blatt Papier, ein paar Stifte und zwei Tücher, dann können wir auch schon loslegen!“, sagte ihre Mutter. Emil und Leonid  rannten in ihre  Zimmer und suchten alles zusammen was sie brauchten. Alle trafen sich im Wohnzimmer am großen Tisch. Ihre Mutter erklärte den beiden, dass sie eine Rennstrecke auf das Blatt malen sollen, mit vielen Kurven und vielleicht auch Zuschauer die am Rand stehen. Die beiden malten eine große Rennstrecke, Zuschauer die Fahnen in den Händen hielten und auch ein paar Bäume an den Seiten. Als sie fertig waren, teilte ihre Mutter alle in zweier Teams ein. „Leonid, du spielst mit mir! Und du Emil, mit Papa!“, sagte sie. Emils und Leonids Mutter erklärte allen, dass sich einer aus jedem Team die Augen verbinden muss und den Stift bekommt, der andere ist Ansager und sagt wo es lang geht.

Emil wollte zuerst der Ansager sein und half seinem Vater sich die Augen zu verbinden. In dem anderen Team war Emils Mutter die Ansagerin und Leonid band sich das Tuch vor die Augen. Dann ging es auch schon los. „Auf die Plätze, fertig....LOS!“, rief Emil. Beide Teams lenkten ihre Fahrer die Rennstrecke entlang. Es war ein durcheinander von Ansagen, „Rauf....runter...reeeeeccchtttss....nein, doch links!“, schrien beide durcheinander. In der ersten Runde gewannen Leonid und seine Mutter. Die zweite Runde schafften Emil und sein Vater als erster. Dann wechselten sich Fahrer und Ansager ab. Das war gar nicht so einfach merkte Emil. Er musste genau darauf hören was sein Vater ihm sagte und nicht durcheinander zu kommen wo rechts und links ist. Nach ein paar Versuchen hatte Emil es aber raus und er schaffte es ins Ziel. Das war ganz schön Anstrengend. Emil bekam plötzlich großen Durst. Er holte sich aus der Küche ein großes Glas Wasser. Beim trinken, fiel ihm eine weitere Spielidee ein. „Wir können das alles noch ein bisschen Schwieriger machen!“, sagte er zu allen. „Wie wäre es, dass wir uns abwechseln müssen, wenn wir von der Fahrbahn abkommen?“, fragte er. „Dann muss man das Tuch schnell wechseln und macht da weiter wo der andere von der Bahn abgekommen ist!“, erzählte Emil weiter. „Das ist eine tolle Idee!“, antwortete sein Vater. Nun wollte Emil mit Leonid in einem Team und seine Eltern sollten das andere Team sein.

Sie spielten noch ein paar Runden und tauschten nochmal die Teams aus. Als sie mit dem Spiel fertig und alle schon ganz kaputt waren, fiel Emil ein, dass er Lina davon erzählen muss. Er rannte in sein Zimmer und griff nach seinem Dosentelefon. Er rief ein paar mal nach Lina bis sie an ihr Telefon ging.

„Hallo Lina, wie geht es dir?“, fragte er. „Hallo Emil, mir geht es gut, ich habe heute Eier für Ostern mit Mama bemalt!“, antwortete Lina. „Ich muss dir von einem ganz tollen Spiel erzählen, was wir heute gemacht haben!“, erzählte Emil. Dann holte er das Blatt mit der Rennstrecke ans Fenster und erklärte Lina die Spielregeln. Lina fand die  Idee auch toll und wollte dies gleich mit ihrer Familie ausprobieren. Sie verabschiedeten sich, weil Emil noch eine Runde spielen wollte und verabredeten sich zum Telefonieren am Abend um sich Gute Nacht zu sagen.

 

Vielen Dank an Catharina L. für die Spielidee! :-)

 

Spielanleitung

 

Was ihr braucht:

 

  • ein großes Blatt Papier
  • Stifte
  • Tücher zum Augenverbinden

 

Spielregeln:

 

Ihr malt eine Rennstrecke auf das Blatt Papier, es können Zuschauer mit dabei sein, Bäume, Flüsse oder was euch so einfällt.

 

Bildet zweier Teams. Einer im Team ist der Ansager der andere der Rennfahrer.

Der Rennfahrer verbindet sich mit dem Tuch die Augen, so das er nichts mehr sieht. und bekommt einen Stift und malt blind die Rennstrecke ab. Der Ansager muss nun den „blinden“ Fahrer mit Kommandos durch die Rennstrecke führen. Ihr könnt wie in der Geschichte, es auch noch schwieriger machen und einen Fahrer-Ansager Wechsel machen, wenn der Fahrer von der Rennstrecke abkommt. Dieser startet dann wieder dort wo von der Strecke abgekommen ist.

 


Viel Spaß beim malen und spielen!

Kapitel 6

 

Kommt der Osterhase trotzdem?

 

Lina saß in ihrem Zimmer und dachte nach. Den ganzen Tag fühlte sie sich schon so komisch, doch sie wusste nicht so richtig warum. Am Morgen war ein Brief von ihrer Erzieherin aus dem Kindergarten angekommen, darüber hatte sie sich sehr gefreut.  Wenn sie jetzt in den Kindergarten gehen würde, dann würden sie bestimmt tolle Sachen alle zusammen machen. Es war zwar auch schön mit Mama und Papa zu Hause aber irgendwie war alles anders als sonst. Beim spazieren gehen mit ihrer Mutter war Lina aufgefallen, dass sie viele Menschen sah, die etwas vor dem Mund hatten. „Das ist ein Mundschutz!“, hatte ihre Mutter dann erklärt. Lina hatte ihre Mutter dann ganz fest an die Hand genommen. 

Lina schaute in ihren Spiegel und griff dabei nach ihrem Tuch, das sie immer um den Hals trug. Dies band sie sich um den Mund und schaute sich an. Das Tuch war lila mit weißen Blumen darauf. Wie ein Mundschutz sah das aber nicht aus. Die, die sie gesehen hatte waren alle weiß. Sie fand, dass das Wort Mundschutz komisch klang. In dem Moment schaute ihre Mama in Linas Zimmer. Lina schaute traurig zu ihr hoch. „Lina, was hast du denn?“, fragte ihre Mutter. „Und warum hast du dir dein Tuch vor deinen Mund gemacht?“, fügte ihre Mutter hinzu.

„Mama, warum tragen die Leute denn einen Mundschutz, ist das wegen dem Corona-Virus, weshalb ich auch nicht in den Kindergarten kann?“, fragte Lina ihre Mutter. 

Linas Mutter überlegte einen Moment und setzte sich zu ihr auf den Boden. 

 „Ja, genau Lina. Was weißt du schon über den Corona-Virus?“, fragte sie dann.

Lina erzählte ihr dann alles was sie wusste, das man sich ordentlich die Hände waschen muss, nicht zu nah an andere Menschen gehen soll und das alle Kinder zu Hause bleiben müssen. „Da weißt du schon ganz schön viel!“, antwortete Linas Mutter lächelnd. „Kannst du dich noch an deine Mandelentzündung vor ein paar Monaten erinnern? Wir mussten zum Arzt und du hast dann Medizin bekommen damit du schnell wieder gesund wirst?“, fragte ihre Mutter. Lina nickte, sie konnte sich noch genau daran erinnern. Da konnte sie auch nicht in den Kindergarten, weil sie sonst die anderen Kinder angesteckt hätte. „So ähnlich ist es jetzt auch! Nur gibt es für den Corona-Virus noch keine richtige Medizin damit die Menschen schnell wieder gesund werden.“, erzählte ihre Mutter weiter. „Kinder stecken sich ganz wenige an, dafür aber ältere und schon kranke Leute. Deshalb tragen diese auch einen Mundschutz um sich zu schützen und sich nicht anzustecken.“ 

Das konnte Lina verstehen. Sie wusste noch wie blöd die Mandelentzündung war und sie wollte sich damit auch nicht nochmal anstecken. „Aber was ist denn dann mit dem Osterhasen?“, fragte sie ihre Mutter ganz erschrocken. „Kann der dann überhaupt kommen oder fällt Ostern jetzt auch aus?“, Linas Mutter musste lachen. „Nein, der Osterhase wird kommen! Aber wenn du willst, können wir ihm einen Mundschutz basteln und ihm den zuschicken, damit er auch auf sich aufpassen kann.“, antwortete sie. Die Idee fand Lina ganz toll. 

Sie suchten ein altes T-Shirt von Lina, dass ihr nicht mehr passte und schnitten es zu einem Rechteck, an den Seiten machten sie Löcher und knoteten zwei Bänder daran fest. Lina freute sich, dass der Osterhase auch mal was von ihr bekam. Einen Mundschutz aus gelben Stoff mit grünen Bändern. Linas Mutter holte einen Briefumschlag aus dem Schrank im Flur. Lina schob den selbstgemachten Mundschutz hinein und klebte den Umschlag zu. „Nun musst du die Adresse noch drauf schreiben und ihn zur Post bringen!“, freute sich Lina. Ihre Mutter schrieb die Adresse drauf und legte den Brief in ihre Tasche. Sie wollten ihn gleich zur Post bringen. „Wir können das auch zusammen machen und so auch gleich einen kleinen Spaziergang machen!“, schlug ihre Mutter vor. 

Auf dem Weg zur Post, merkte Lina das sie nun die Menschen mit Mundschutz gar nicht mehr komisch fand und es ihr auch keine Angst mehr machte. 

 

Kapitel 7

 

Der Seerosenteich

 

Die Sonne schien warm in Emils Zimmer. Er nahm seine blaue Brille von seinem Nachtschrank und setzte sie auf. Er schaute an sich herunter und wackelte mit seinen Zehen. Er hörte wie in der Küche mit Geschirr geklappert wurde und blickte sich zu Leonid um. Emil konnte die dunklen, lockigen Haare von Leonid sehen. Sein Bruder schlief noch ganz fest. Die beiden Brüder teilten sich ein Zimmer, das war manchmal etwas eng und öfters stritten sie sich auch mal. Abends war es aber immer schön, nicht alleine schlafen zu müssen, Emil hatte dann keine Angst und die beiden erzählten sich öfters noch kleine Geschichten vor dem einschlafen.

Emil stand leise auf und schlich Barfuß aus dem Zimmer. Er ging in die Küche und sah seinen Vater, der dabei war den Tisch für das Frühstück zu decken. „Guten Morgen Papa!“, gähnte Emil. Sein Vater drehte sich zu ihm um und antwortete lächelnd: „Oh,  Guten Morgen Emil, hast du gut geschlafen? Gleich gibt es Frühstück!“. Emil hatte schon ein bisschen Hunger und freute sich auf die frisch aufgebackenen Brötchen die noch im Ofen waren. 

Er nickte und gähnte noch einmal: „Ich ziehe mich schon mal an und sage Leonid Bescheid.“. Damit ging er aus der Küche, weckte seinen Bruder und zog sich an. 

Nach dem Frühstück saßen noch alle zusammen am Tisch. Die Sonne schien immer noch so schön und Emil stellte sich vor, wie es wäre, wenn er und seine Familie an den See fahren könnten. Das machte ihn traurig, denn er wusste, dass das nicht gehen würde. „Emil, was ist den los? Du siehst so traurig aus!“, stellte seine Mutter fest. „Ich würde so gerne an den See fahren, es ist so tolles Wetter draußen!“, antwortete er. Seine Mutter überlegte einen Augenblick. „Wie wäre es, wenn wir uns einen eigenen See basteln?“, schlug Emils Mutter vor. Einen eigenen See basteln? Das konnte sich Emil gar nicht vorstellen. „Wartet einen Moment, ich suche ein paar Sachen zusammen und dann geht es los!“, sagte seine Mutter und stand vom Tisch auf. Wir treffen uns gleich auf dem Balkon. Nach ein paar Minuten kam Emils Mutter mit dem alten Planschbecken von Leonid und Emil, Papier und Stiften zu den anderen nach draußen. „Leonid und Emil, ihr beide holt bitte mit den Gießkannen Wasser und füllt das Planschbecken auf!“, sagte ihr Vater zu den beiden. Als das Planschbecken bis zur Hälfte gefüllt war, waren die beiden schon ganz erschöpft vom tragen der Gießkannen. „Jetzt fehlen noch die Seerosen, die immer im großen See zu sehen sind!“, sagte Emils und Leonids Mutter. „Jeder nimmt sich ein Blatt Papier und malt einen Kreis darauf, danach kommen die Blütenblätter!“, erklärte sie den beiden. Zusammen, mit der Hilfe ihrer Eltern, malten Emil und Leonid kleine Kreise auf und daran die Blütenblätter, diese wurden dann zur Mitte hin gefaltet. Als sie einige Seerosen gebastelt hatten, legte ihre Mutter alle auf ein Tablett und stellte es vor das Planschbecken. „Jetzt kommt noch eine kleine Stärkung für euch fleißigen Bastler!“, sagte Emils Vater der auf den Balkon dazu kam und Eis für alle dabei hatte. Er gab jedem sein Eis und alle setzten sich um das Planschbecken.

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 Gespannt schauten Emil und Leonid zu ihrer Mutter, was nun passieren würde.

„Jeder nimmt sich jetzt eine Seerose und legt sie vorsichtig auf das Wasser!“, sagte ihre Mutter geheimnisvoll. 

Das machten die beiden Jungs und beobachteten genau was nun passieren würde. Erst geschah überhaupt nichts, Emil war schon etwas enttäuscht. Doch dann begannen sich die Seerosen zu öffnen. Die Blüten gingen auseinander und es sah wirklich so aus, als wenn auf dem Wasser Blumen wären. Gemeinsam legten sie nun auch die restlichen Seerosen in das Planschbecken und Eis schleckend beobachteten sie die sich öffnenden Blüten. Mit der Sonne und dem blühenden Blumen auf dem Wasser hatte Emil tatsächlich ein bisschen das Gefühl an einem echten See zu sitzen. Er genoss sein Eis und war richtig glücklich. 

Am Abend erzählte er Lina von seinem Tag am Wasser. Sie war sogar etwas neidisch und freute sich für Emil. Sie wollte ihre Eltern fragen, ob sie sich nicht auch morgen einen Tag am See auf ihrem Balkon machen wollten.

 

Bastelanleitung für Seerosen

 

 

Das benötigt ihr dazu:

  • ein Blatt Papier ( ganz normal weißes oder auch buntes )
  • einen Stift
  • eine Schere
  • Schale mit Wasser ( oder Planschbecken :-) )

 

So wird gebastelt:

 

  1. Auf dem Blatt Papier einen Kreis zeichnen, der zB. einen Durchmesser von 5 cm hat.
  2. An den Kreis werden die Blütenblätter gemalt, die genauso lang sind wie der Durchmesser des Kreises. In diesem Fall also 5 cm. ( Es gibt im Internet wenn man nach „Seerosen basteln“ sucht, auch Bastelvorlagen zum ausdrucken )
  3. Die Blume nun ausschneiden. Ihr könnt sie auch von innen bemalen.
  4. Die Blütenblätter zur Mitte hin falten. 
  5. Die gefalteten Papierblumen vorsichtig auf das Wasser legen. 
  6. Nun heißt es: Warten und Beobachten.

 

Viel Spaß beim Basteln 

 

 
 
 

 

 

 

 

 
 
 

 

 

 

 
 
 

 

Kapitel 8

 

Traumfänger

 

Lina wachte auf und merkte, dass sie gar nicht in ihrem eigenem Bett lag. Da fiel ihr ein, wie sie letzte Nacht zu ihren Eltern ins Bett gekrochen war. Lina hatte einen Albtraum gehabt und dann solche angst bekommen, dass sie zu ihren Eltern ins Bett gekrabbelt war. Da ihr Vater sie schon kommen hörte, machte er auch gleich Patz für sie. „Hattest du einen schlimmen Traum, Lina?“, hatte er da leise geflüstert damit ihre Mutter nicht wach wurde. Lina erzählte ihm dann ganz leise, wovon sie geträumt hatte und das sie jetzt nicht alleine schlafen möchte. Schön warm und sicher fühlte sich Lina und schlief dann eingekuschelt auch schnell wieder ein.

Nun am morgen war sie ausgeschlafen, doch der Traum war immer noch in ihrem Kopf. Sie hatte von Spinnen und Käfern geträumt, die waren ganz groß gewesen und sind ihr hinter her gekrabbelt. Eigentlich mochte sie Spinnen, sie war sogar ganz Stolz darauf, denn ihre Freundin Marlen schrie immer ganz laut wenn Lina eine Spinne auf die Hand nahm. Lina konnte das gar nicht verstehen, Spinnen kitzelten so schön auf der Haut, wenn sie darauf krabbelten. Im Traum waren die Spinnen und Käfer aber so groß gewesen, dass machte ihr immer noch angst. 

Am späten Nachmittag musste Lina wieder daran denken und sagte zu ihrer Mutter:  „Ich will nicht mehr alleine in meinem Bett schlafen, ich habe solche Angst vor dem Traum!“. Linas Mutter versuchte Lina zu erklären, dass es nur ein Traum war und das sie auch wieder alleine schlafen könnte. Doch Lina wollte davon nichts hören, sie wollte wieder bei ihren Eltern mit ins Bett. „Als ich so alt war wie du, hatte ich auch oft schlimme Träume. Meine Oma, hat dann einen Traumfänger mit mir gebastelt. Der fing alle meine Albträume ein und nur die schönen Träume kamen dann zu mir.“ erzählte Linas Mutter. „Einen Traumfänger?“, fragte Lina. Sie wusste nicht was das sein sollte. „Warte hier kurz, ich muss schnell ein paar Sachen holen!“, sagte ihre Mutter. Sie holte von draußen einen Ast, aus dem Abstellraum ein Knäuel Wolle, ein paar Holz Perlen und ein paar bunte Federn die noch von Fasching übrig waren. Das alles legte sie vor Lina hin und sagte: “Daraus basteln wir jetzt deinen eigenen Traumfänger, damit du wieder gut schlafen kannst.“ Sie machten aus dem Ast einen Kreis und knoteten mit der Wolle die Enden des Stockes zusammen damit es auch fest hielt. Danach wickelten sie aus der Wolle ein Netz innen rein. „Das Netz ist wichtig, damit die schlimmen Träumen dort hängen bleiben und nur die schönen durch fallen!“ erklärte Linas Mutter. Mit den Federn und den Perlen verschönerten sie den Traumfänger. Als sie fertig waren, schaute sich Lina den Traumfänger genau an. Sie fand ihn sehr schön und freute sich darauf, ihn über ihr Bett zu hängen. Mit Reißzwecken befestigten sie den Fänger über Linas Kopfkissen an der Decke. 

Nach dem Abendbrot machte sich Lina zum schlafen fertig. Ihr Vater brachte sie heute ins Bett. Er las ihr wie jeden Abend eine Geschichte vor und gab ihr einen Kuss. 

 

 

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Dann kam ihre Mutter nochmal zu ihr ans Bett. „Gute Nacht Lina, ich glaube du wirst heute gut schlafen.!“ Lina schaute hoch zu ihrem Traumfänger, wie er so schön über ihr hing. Die bunten Federn schwangen ganz leicht hin und her. „Ich glaube auch!“, gähnte sie. „Und falls doch etwas sein sollte, rufst du uns einfach!“, sagte ihr Mutter und streichelte Lina sanft über den Kopf. Sie gab ihr noch einen Kuss und ging dann aus dem Zimmer, denn Lina fielen schon die Augen zu. 

Am morgen wurde Lina wach, in ihrem Bett. Sie hatte toll geschlafen und einen schönen Traum von ihrer Oma gehabt. Sie schaute hoch zu ihrem Traumfänger und war froh, dass er die Albträume in der letzten Nacht aufgefangen hatte.

 

Bastelanleitung Traumfänger

 

Was ihr benötigt:

 

  • einen biegsamen Ast, nicht zu dick. Probiert vorher aus, ob der Ast biegsam ist ( Weide ist sehr gut) 

30 cm lang

  • Wolle oder dicker Schnur
  • Dekoration wie Federn, Perlen, Kordeln, Muscheln usw
  • Schere
  • Kleber

 

Wie wird’s gemacht:

 

  1. Zuerst wird ein Oval oder ein Kreis/Kranz aus dem Ast gebogen und mit der Wolle an den Enden befestigt, sodass der Kranz zusammen hält.
  2. Dann wird mit der Wolle ein Netz gesponnen. Wenn ihr Perlen als Dekoration habt, fädelt diese mit auf und spinnt das Netz weiter.
  3. Mit dem Kleber könnt ihr die Federn ankleben oder diese an ein Stück Schnur knoten, damit sie am Traumfänger runter hängen.

 

Den Traumfänger dann über das Bett hängen.

 

Viel Spaß mit basteln

 

 

 

 
 
 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

 

Kapitel 9

 

Karotten ziehen

 

Lina war richtig zufrieden heute. Es war später Nachmittag und sie war gerade von einer großen Radtour mit ihrem Vater nach Hause gekommen. Sie hatten die Sonne und die frische Luft genossen. Lina mochte es, wenn der Wind beim Fahrrad fahren durch ihr Haare wehte. Auf der Tour hatte sie auch einige Freunde aus dem Kindergarten gesehen, entweder waren sie spazieren mit ihren Eltern oder auch mit dem Fahrrad unterwegs. Ihr Vater hatte etwas zu trinken eingepackt und auch ein was zu knabbern, so konnten sie ein kleines Picknick machen. Sie saßen dann zusammen auf einer Decke und tranken ihr Wasser und aßen ein bisschen was. Die Sonne schien richtig warm und Lina zog ihre Leggings hoch bis an die Knie. Mit den Füßen streifte sie ihre Schuhe dann auch noch ab. Der Wind kühlte ihre Füße, die schon ganz verschwitzt waren. Lina mochte Picknick, da brauchte man auch gar nicht aufpassen nicht zu krümmeln. Nach dem Esssen konnte man die Krümmel einfach von seinen Sachen und der Decke auf den Boden fallen lassen. Als sie fertig mit der Pause waren, fuhren sie noch eine ganze Weile mit dem Fahrrad, bis sie dann wieder zu Hause ankamen.

Nun saß Lina in ihrem Zimmer und freute sich, das sie heute soviel draußen waren.

Plötzlich hörte sie jemanden ihren Namen rufen, ganz leise immer wieder:“ Liiinnnaa, Liiiinnna, bist du da?“ Da erkannte sie, dass es Emil war, der durch das Dosentelefon nach ihr rief. Sie sprang auf und schnappte sich das Telefon. „Hallo Emil, wie geht es dir?“, rief sie und freute sich seine seine Stimmer zu hören. Die beiden erzählten sich ein wenig, was sie heute gemacht hatten. Emil war mit seiner Mutter spazieren gewesen und dann hatte er Theo getroffen, das war auch ein Junge aus dem Kindergarten, der ihm eine tolle Spielidee verraten hatte. Emil wollte dies mit Lina ausprobieren, da dieses auch über das Dosentelefon ging. Das Spiel hieß Karotten ziehen und dazu bräuchte man nicht viele Dinge. Emil erklärte Lina, dass sie sich ein Blatt Kariertes Papier holen sollte, einen Stift und ein Lineal. Lina holte ihre Mutter die ihr half das Spiel vorzubereiten. Sie mussten nur zwei Vierecke auf das Blatt zeichnen auf der einen Seite Zahlen von 1 bis 10 schreiben auf der oberen Buchstaben von A bis J. Nun sollte Lina Karotten in die Kästchen malen. Das machte Lina großen Spaß. Emil malte in der Zeit auch seine Kästchen fertig. Nun ging das Spiel auch schon los. Emil erklärte Lina genau die Spielregeln. Nach ein paar Versuchen, verstand Lina die Regeln und es machte richtig Spaß. Da sagte dann Emil:“ D 3!“. „Nicht getroffen!“: antwortete Lina. Dann war Lina an der Reihe und sagte:“ E 7!“. Sie hörte Emil lachen  : „Erwischt!“ So ging es weiter bis alle Karotten gezogen waren. Die beiden hatten sehr viel Spaß und schauten sich immer wieder durch ihre Zimmerfenster an oder hielten ihr Spielfeld hoch. Es war toll, mal wieder was mit einem Freund spielen zu können. Sie spielten noch zwei Runden zusammen, bis Lina sehr müde wurde. Es war mittlerweile auch schon spät geworden und Linas Mutter erinnerte sie daran, dass es Zeit für das Abendbrot wurde.

In der letzten Runde hatte Lina verloren. Emil und sie verabschiedeten sich und verabredeten sich für den nächsten Tag für eine Neue Runde in der Lina dann ihr Feld so schwer machen wollte, dass Emil unmöglich gewinnen konnte. Emil lachte und freute sich schon darauf.  

 

Spielanleitung Karotten ziehen

 

Jeder Spieler malt auf ein kariertes Blatt zwei Spielfelder. Auf deinem Spielplan siehst du links das gegnerische Spielfeld und rechts dein eigenes.

Halte das Blatt verdeckt, damit dein Gegner es nicht sehen kann.

Falls du noch nicht so gut mit Buchstaben spielen kannst, könnt ihr euch auch Zeichen dafür überlegen oder Farben oder Aufkleber.

 

Jetzt geht es an das Karotten ziehen. Jeder verteilt links ( also im gegnerischen Spielfeld) Karotten, die der andere gleich suchen muss. Unten auf dem Bild siehst du eine Übersicht wie viele Karotten du verteilen darfst.

 

Der ältere fängt an und ruft ein Kästchen auf, ( z.B. E2). Der Gegner schaut in sein linkes Feld. Ist in diesem Feld eine Karotte, sagt er „erwischt“. Der Spieler malt sich das Feld orange aus und darf nochmal ein Feld aufrufen. Trifft der Spieler das letzte Feld, dass eine Karotte komplett macht, sagt der Gegner „erwischt,gezogen“. Der Spieler darf dann noch einmal raten. Ruft er ein Feld auf, in dem keine Karotte liegt, sagt der Gegner „Erde“ und der Spieler markiert sich das Feld mit einem Kreuz. Nun ist der Gegner an der Reihe. Gewonnen hat, wer zuerst alle Karotten gezogen hat.

 

 

Kapitel 10

 

Alle Neune

 

Emil und Leonid hatten heute Lust auf Sport. Schon lange konnten sie nicht mehr in ihre Sportvereine. Emil ging in den Turnverein, dort waren auch viele Kinder aus seinem Kindergarten. Sein Trainer hieß Kristian und ließ sich immer tolle Sachen einfallen. Manchmal baute er eine große Spiellandschaft auf. Dort waren dann Balken aufgestellt, über die alle balancieren sollten, große Matten die schräg über Kästen gelegt wurden und über die dann rüber geklettert werden musste. Emil hatte immer viel Spaß beim Turnen. Leonid ging in den Schwimmverein, dort hatte er auch schon seinen Freischwimmer gemacht. Leonid war immer gerne im Wasser, er konnte gut nach Ringen tauchen und liebte es vom kleinen Sprungbrett zu springen. Sie vermissten es sehr zum turnen und schwimmen zu gehen. Dort konnten sie sich so gut austoben und es ging ihnen danach immer gut. 

Heute hatten sich beide überlegt Sport zu Hause zu machen. Emil und Leonid wollten die Wohnung zu einer Turnlandschaft umbauen und sich dort austoben. Zu den Aufgaben gehörte es, eine Strecke auf einem Bein zu hüpfen, danach über Spielzeugkisten zu springen und Vorwärtsrollen zu machen. Für die Vorwärtsrollen haben die beiden sich Decken auf den Boden gelegt, damit es nicht zu hart war. An der nächsten Station war Sackhüpfen an der Reihe, ihre Mutter hatte ihnen dafür extra zwei Bettdeckenbezüge gegeben, in die sie dann reinsteigen und hüpfen konnten. Als Emil und Leonid in der Küche ankamen in der die beiden Wasserflaschen auf-und abheben mussten, wurden sie von ihrer Mutter laut angefeuert:“Emil, Leonid, Emil, Leonid.....!“. Danach ging es im Rückwärtsgang ins Wohnzimmer zur nächsten Aufgabe, dort warteten ihre beiden Hüpfbälle auf denen sie zurück in ihre Zimmer hüpfen mussten. Das machte ihnen richtig Spaß und sie überlegten was es noch für Aufgaben für ihre Sportlandschaft geben könnte. „Weißt du was auch richtig toll wäre, Emil?“, fragte Leonid. Emil schaute seinen Bruder gespannt an. „Als wir auf dem Geburtstag von Adrian waren, waren wir doch Kegeln, dass hat solchen Spaß gemacht!“, erinnerte sich Leonid. Die beiden überlegten, wie sie sich eine Kegelbahn nachbauen könnten, da rief ihre Mutter auch schon zum Mittagessen. Am Tisch erzählten Emil und Leonid ihren Eltern, von ihrer Idee eine Kegelbahn nachzubauen. Ihr Vater hatte eine Idee dazu. „Was haltet ihr von Stuhlkegeln?“, fragte er dann. Die beiden wurden Neugierig. Ihr Vater erklärte ihnen, dass sie dafür nur zwei Stühle bräuchten, für jeden 9 Spielfiguren, einen Faden und eine Kugel. Direkt nach dem Essen ging es dann los. Emils und Leonids Vater half den beiden alles für das Stuhlkegeln aufzubauen. Emil lief in sein Zimmer und holte für jeden 9 Spielfiguren aus ihrer Legokiste, Faden und Perle holte sich Leonid mit seinem Vater. Sie stellten die Stühle nebeneinander auf, klebten den Faden mit Klebeband unter dem Stuhl fest und die Perle wurde am Ende des Fadens geknotet. Nun musste jeder nur noch seine Spielfiguren unter dem Stuhl aufstellen. Jetzt konnte das Spiel beginnen. Emil nahm seinen Faden in die Hand und Leonid seinen.

 

Ihr Vater zählte bis drei und dann ging es los. Sie ließen ihre Pendel los und warteten ab, bei wem am meisten Figuren umfielen. Nach ein paar Runden fanden sie heraus, dass wenn sie ihr Pendel kreisförmig in Bewegung setzten trafen sie mehr Spielfiguren. 

Das Stuhlkegeln sollte in ihrer Sportlandschaft die letzte Aufgabe sein. So fingen sie wieder von vorne an und arbeiteten sich zum kegeln vor. 

Am Abend konnte dann auch Leonid noch ein bisschen tauchen. Emil und Lenoid mussten heute in die Badewanne und machten auch dort einen kleinen Wettkampf wer am längsten seinen Kopf unter Wasser lassen kann. 

Sie hatten heute viel Spaß zusammen gehabt und fühlten sich fast genauso zufrieden, wie nach dem Sport in ihren Vereinen.

Spielanleitung Stuhlkegeln

 

Was du brauchst:

  • eine Holzperle, es geht auch ein 5ct Stück das mit Klebeband am Faden befestigt wird
  • einen Stuhl
  • Faden
  • Klebeband
  • 9 Spielfiguren

 

Hänge die Holzperle oder das 5ct Stück an einen Faden. Das andere Ende des Fadens wird mit einem Klebebandstreifen mittig unter einem Stuhl beklebt. Das Pendel soll knapp über den Boden hängen.

 

Unter dem Stuhl werden die 9 Spielfiguren aufgestellt.

 

Und schon geht es los!

Nimm das Pendel in die Hand, hebe es an und lass los. Nun sein gespannt und warte ab. Wie viele Figuren fallen um, bis die Perle wieder still steht?

Es können auch wie in der Geschichte Turniere gegeneinander  gespielt werden.

 

Viel Spaß beim spielen! 

 

 

 

 
 
 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Allgemeine Infos zu unseren Einrichtungen:
Die Ev. Kirchengemeinde in der Neuen Vahr besteht aus drei Gemeindezentren. In der Gemeinde gibt es an allen drei Standorten Einrichtungen für Kinder: Im Gemeindezentrum Heilig-Geist-Kirche und im Gemeindezentrum Dreifaltigkeitskirche befindet sich jeweils eine Kindertageseinrichtung für 3-6 jährige Kinder und im Gemeindezentrum Christuskirche gibt es eine Krippe für Kinder unter drei Jahren.
 

Auf den jeweiligen Webseiten finden Sie Informationen zu den drei Kitas, ihren Angeboten und Ausstattungen, zu dem Konzept, zu den Gruppen und Aktivitäten, sowie zu Veranstaltungen und vielem mehr. Sie finden dort auch alle nötigen Kontaktinformationen.

Die Kita Heilig-Geist Kirche wird von Frau Silvia Zastrow (Gesamtleitung), die Kita Dreifaltigkeit von Frau Karin Göke (stellvertr. Leitung) und die Krippe von Frau Anna Sievers (Standortleitung) geleitet. Für Berechnungen und andere Verwaltungsaufgaben ist zusätzlich Frau Ute Wilkens Ansprechpartnerin. Die Netzwerkarbeit für die Kita im Stadtteil und die Elternberatung übernimmt Frau Anke Tränapp.

      
     
Krippe Christuskirche   Kita Dreifaltigkeitskirche
     
               
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