Heimat – wie stelle ich mir mein zu Hause vor


Für mich als „Zugereister“ war das immer ein Thema, auch wenn ich jetzt
schon 10 Jahre in Bremen wohne, habe ich den größten Teil meines Lebens
in Berlin verbracht.

Eine gefühlte Heimat hat einen hohen Stellenwert.
Mein Leben, meine Arbeit, an was ich mich orientiere, wie ich Entscheidungen
fälle, oder etwas ausrichte ist auch durch meine Zeit in Berlin geprägt.


Viele sind in der Vahr zugereist, vielleicht sogar die Hälfte der Bewohner.
Zum Teil aus schwierigen Lebenslagen in Ihren Heimatländern mit einer
anderen Sprache und Kultur.
Die Kinder, auch wenn sie in Bremen geboren sind, sind geprägt durch die
Kultur in ihrem Elternhaus.

Wo fühlt man sich zu Hause? In der Vahr, in Bremen, oder ganz wo anders? Hat es etwas mit der Heimat der Eltern zu tun oder gibt es eine Wunschheimat,
die es vielleicht nur in der Phantasie gibt?

Das hat mich bewegt darüber in einem Projekt mit Kindern aus dem
KTH Heilig-Geist-Kirche spielerisch gemeinsam mehr zu erfahren.


Um den Kindern zu erklären was Heimat bedeuten könnte haben wir ein
anschauliches Beispiel gewählt: Alle KTH-Gruppen haben Tiernamen wie
zum Beispiel die Eisbär-Gruppe, oder die Giraffen-Gruppe. Wir haben uns
gefragt, wo diese Tiere zu Hause sind und haben uns dazu Kurzfilme angesehen.


Beim 2. Mal haben wir eine Traumreise gemacht und geträumt, wie für uns
ein solcher Ort aussehen könnte. Davon haben wir dann ein Bild gemalt.
Einige haben ähnlich wie bei den Tieren von warmen Ländern geträumt
andere von kälteren.


Beim 3. Mal haben wir 100 Fotos aus aller Welt ausgelegt. Die Kinder
konnten herumlaufen und sich Bilder aussuchen und aufkleben.

Wir sind gespannt was wir gemeinsam noch herausfinden können über unsere
Heimat.

 


Christoph Buße