Mittwoch, 17. April 2019 19:30 - 20:00 Uhr

Stationen in der Fastenzeit

Die Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern sind etwas Besonderes.
Selbst Menschen, die mit Kirche und Glaube wenig anfangen können,
nehmen sich etwas vor. Sie verzichten oder versuchen es zumindest.
Manche auf Süßes, Kaffee, Fleisch,manche auf Fernsehen oder anderes.
Verzichten oder Gewohnheiten pausieren zu lassen, tut vielen Menschen
gut. Das passt gut in unsere überfüllte und überreizte Zeit. Mal weniger vom
Mehr, das uns umgibt, zu nehmen.Global gesehen wird unser reiches Land abspecken müssen, wenn auf der ganzen Welt Gerechtigkeit und Frieden wachsen sollen. So sind diese Wochen des Verzichts winzige und wichtige Vorübungen zum wachsenden
Weltfrieden.
Manche nehmen sich nicht vor, etwas zu lassen, sondern rund sieben Wochen
bewusstaktiv zu sein. Wir bieten beispielsweise in unserer Gemeinde
in dieser Zeit freitags „Exerzitien im Alltag“ an. Auch hier geht es darum,
achtsam zu sein, mal etwas anders zu machen als sonst im Jahr.
So ist es mir in den letzten Jahren selbst ergangen, ich wollte etwas tun
und etwas lassen. Geholfen hat mir die Fastenaktion „Sieben Wochen
Ohne“, jedes Jahr mit einem anderen Motto. Geholfen hat mir, dass ich nicht
nur alleine war. Deshalb „Wegmarken“. Das sind kleine
Zeichen am Weg, die wandernden Menschen Orientierung geben. Kurze
Stopps, mal sehen, wo ich gerade bin und wie es weitergeht. Diesmal in den
Wochen vor Ostern. Wie sehen die Wegmarken aus, die Michael Lütge
und ich setzen, die wir mit Ihnen ansehen
möchten? Eine Begrüßung, ein Lied, ein Gebet, ein Text, ein Wort, ein
Innehalten, ein Segen, ein Abschied.
Alles in 30 Minuten, kurz eben, dann weitergehen. Inhaltlich orientieren wir
uns am Motto von „7 Wochen ohne“: „Mal ehrlich“. Wir hoffen, Sie sind neugierig geworden auf die Zeichen am Weg. Es ist keine Reihe, jede Wegmarke steht für
sich. Es geht los am Aschermittwoch, 06. März
Claus Nungesser und Michael Lütge