Veröffentlicht von Ulrike Kothe am So., 27. Jun. 2021 17:59 Uhr

Ansprache „Genug für alle“ GD 27.6.21, 10 h Ev. Kirche in der Neuen Vahr, Christuskirche

Ulrike Kothe, Evangelische Frauen in Bremen e.V. 

Genug für alle – so haben wir diesen Gottesdienst überschrieben. Eine steile These, aber wie kann das gehen? Was wir weltweit erleben ist doch anderes. Und doch, ich hoffe, dass es stimmt, dass genug für alle da ist. Unsere Hoffnung können wir nähren aus den Überlieferungen der Bibel, der hebräischen Bibel und dem sogenannten Neuen Testament. Dort wird erzählt, dass gutes Leben möglich  und genug für alle da ist.

Auch auf die Frage, wie wir in der bestehenden Klimakatastrophe etwas handlungsfähig werden könnten, habe ich hier entdeckt.

Unser Text für heute: die „Speisung der 5000“ aus dem Evangelium nach Markus.

Die Erzählung von der „Speisung der 5000“ ist vielleicht bekannt – oder schnell erzählt. Die meisten werden wohl ein Bild vor Augen haben: Von fünf Brotlaiben und zwei Fischen, von Jesus und den Volksmengen, die um ihn herum auf freiem Feld lagern, und davon, wie die vielen auf wunderbare Weise alle satt werden.

Aber wie genau war das gesehen, dass alle satt wurden?

Jesus hatte zu den Menschen gesprochen. Darüber war es Abend geworden und die Jünger*innen merken, dass die Menschen Hunger haben. Sie fordern Jesus auf, seine Zuhörerschaft doch in die nächsten Dörfer zu schicken um sich was zu essen zu besorgen. Doch Jesus entgegnete, dass die Jünger*innen die Menschen versorgen sollten. Doch die Jünger*innen sehen sich nicht in der Lage. Haben sie doch nicht genügend Geld um Essen für diese vielen Menschen zu kaufen. Aber Jesus Ansatz ist ein anderer. „Wie viele Brote habt Ihr? Auf schaut hin! “ Fünf Brote und zwei Fische sind vorrätig. Jesus fordert die Menschen auf sich zu Tischgemeinschaften zusammen zu setzen. Über Brot und Fisch spricht er das Lobgebet. Die Jünger*innen verteilen. Es wird  geteilt. Und am Ende werden alle satt und 12 Körbe mit Resten sind übrig.

Genug für alle, was für eine frohe Botschaft. Im Hinschauen wird gesehen, was alles an Ressource vorhanden ist. Mit dem Segen Jesu und in Gemeinschaft geteilt, können wir damit viel erreichen. Es gilt nicht mehr problemorientiert die Passivität zu rechtfertigen. Sondern mit den Jünger*innen sind wir aufgefordert genau hinzu schauen welche Möglichkeiten da sind um dann aktiv zu werden.

Mein Fazit:

Wenn wir Probleme entdecken, können wir aktiv werden. Die nötigen Ressourcen sind schon  da – auch wenn sie uns zunächst als sehr dürftig erscheinen. In Gemeinschaft und mit Jesu Segen kann Erstaunliches gelingen. Das ist die Hoffnung.

In dieser Zuversicht wünsche ich uns, dass wir uns auch aktiv für den Schutz des Klimas und dieser Erde  - zur Bewahrung der Schöpfung - einsetzen können.

Amen.

Ulrike Kothe, Evangelische Frauen in Bremen e.V.

Und nun wollen wir mit Resten, mit dem was bildlich gesagt in den Körben gesammelt wurde, Neues machen. Upcycling um Müll zu vermeiden zur Bewahrung der Schöpfung
Es gibt drei Stationen:






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