Veröffentlicht von Claus Nungesser am Mi., 25. Mär. 2020 07:12 Uhr

Ab Mittwoch, 25. März läuten wir jeden Mittag um 12.00 Uhr für einige Minuten unsere Kirchenglocken. Sie sind eingeladen, in dieser Zeit zur Ruhe zu kommen und dieses Gebet mit anderen zusammen zu sprechen:

Unser Gott,

unsere Stadt, unser Land, unsere Welt ist stiller geworden. Noch vor wenigen Wochen war Vieles ganz anders. Wir leben im Zustand der Ausnahme. Ein Virus, das die Welt umspannt, bringt uns dahin. Es macht nicht Halt an unseren Grenzen, es bestimmt unser Leben.

Unser Gott,

Du weißt, wie es uns allen damit geht. Kennst unsere Ängste, siehst unser Bangen, spürst unsere leisen Hoffnungen. Wie geht es weiter? Was kommt noch? Wie kommen wir da durch? Wir kommen zu Dir mit allem, was in uns ist, schenke uns Glaube und stärke uns.

Wir bitten Dich um Dein Erbarmen:

Für die Menschen weltweit, die schwer erkrankt sind. Lass' sie die Krankheit überstehen.

Für die Menschen weltweit, die im Sterben liegen. Lass' sie doch nicht alleine sterben. Wenn schon nicht Menschen bei Ihnen sind, dann lass' sie Deine tröstende Nähe spüren.

Für die Menschen weltweit, die sich nicht schützen können, die nicht geschützt werden, weil sie in Armut leben. Wehre dem Virus, dass nicht die Ärmsten wieder am meisten zu leiden haben.

Wir bitten Dich für die Menschen in der Vahr, für unsere Geschwister in der Gemeinde:

Für die, die in großer Angst sind, gelähmt von Sorge um sich und andere. Schenke Ihnen Vertrauen in Dich, mindere ihre Angst, lass' sie ihre Not aussprechen und mit anderen teilen können.

Für die, die in Alten- und Pflegeheimen leben, lass' sie nicht einsam sein, schenke ihnen Menschen, die in Kontakt mit ihnen bleiben können. 

Für die, die jetzt besonders gefordert sind, weil sie anderen helfen, für andere da sind. Stärke sie in ihrem Dienst, schenke ihnen Zeiten der Erholung. 

Wir danken Dir, dass wir auch so viel erleben, was uns gut tut, wie Menschlichkeit, Mitgefühl und konkrete Hilfe zunehmen. Wo wir einander neu in den Blick nehmen und zusammenhalten.

In der Stille bringen wir Dir, was uns selbst auf dem Herzen liegt ...

Amen

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