Veröffentlicht von Claus Nungesser am Mo., 8. Jul. 2019 06:35 Uhr

Das beobachtet meine Frau an mir: wenn ich aus der Krippe oder der Kita von den Kindern komme, dann geht es mir besser oder noch besser als zuvor. Woran liegt es, dass Kinder solch eine Wirkung auf mich haben?

Alles, was wir täglich erleben hat eine Wirkung auf uns, das beginnt mit körperlichen Vorgängen wie Hunger, Müdigkeit, Sinneseindrücke, die wir verarbeiten. Dann das ganze Feld der Bedürfnisse und Emotionen in uns, die so unterschiedlich sind und sich so rasch einstellen und verändern.

Ich erkläre mir die Wirkung von Kindern auf mich so, dass ich es grandios finde, wie sie auf die Welt schauen. Besonders die kleinen Kinder aus der Krippe und der Kita, die so viel entdecken, so viel lernen, so viel staunen, so viel spielen, so wenig planen.

Mich beflügelt das, weil sie mir mit ihren Augen, Ohren, Nasen eine Welt zeigen, die ich oft gar nicht mehr wahrnehme. Natürlich sind Kinder – wie wir alle – auch anstrengend, fordernd. Doch was für ein Schatz für mich, wenn wir uns begegnen.

Ich erzähle ihnen Geschichten, bringe etwas zum anschauen, riechen, anfassen mit, meist Kleinigkeiten. Ich habe den Eindruck, dass ich mehr von ihnen mitnehme und beschenkt werde, als sie. Es ist für mich anregend und lustig, manchmal geht auch was daneben, das merke ich, wenn sie nicht sehr aufmerksam sind. Was möchte ich Ihnen gerne vermitteln? Wir haben ganz unterschiedliche Kinder, jedes Kind ist einmalig, von Gott geliebt und gewollt. Dass sie durch meinen winzigen Beitrag gestärkt für ihr ganz eigenes Leben werden und erfahren, dass Gott immer an ihrer Seite ist und sie durchs Leben trägt – lebenslang.

Zugleich wünsche ich mir für mein Leben immer wieder Impulse durch diese jungen Menschen, die unser aller Leben doch so bereichern. Das wünsche ich uns allen, die wir so erwachsen sind und sein müssen: Momente, in denen wir Kinder sind, ich denke, wir haben alle eine Vorstellung davon, was das für uns sein kann.

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