Veröffentlicht am Di., 5. Mär. 2019 14:51 Uhr

Der Turm der Heilig-Geist-Kirche wird ab Mitte März abgetragen. Er trägt die Glocken und das Uhrwerk. Die Glocken werden dann verstummen. Wir wollten in Würde Abschied nehmen und den Glocken ein letztes Mal lauschen.

Abschiede sind nicht leicht, im Gottesdienst wurde es persönlich und nah. Menschen aus der Vahr haben manchmal stockend, manchmal sehr berührt, manchmal humorvoll über ihre „Glockenerlebnisse“ berichtet. Das tat allen gut. Vier Glocken trägt der Turm, wir haben sie in ihrem Zusammenspiel vor und nach dem Gottesdienst gehört. Dazu noch nacheinander jede für sich, die „Taufglocke“, die „Betglocke“, die große dunkle „Sterbe- und Auferstehungsglocke“ und die kleinste Glocke, die „Kinderglocke“, so nenne ich sie jetzt. Wie es mit den Glocken weitergeht? Wir wissen es noch nicht, zunächst werden wir sie lagern, dann sehen wir weiter. Was nicht passieren wird, wie es vielen anderen Glocken schon erging: sie werden nicht eingeschmolzen – Gott sei Dank, denn das Wesen jeder Glocke ist: sie will angeschlagen und geläutet werden!

  Claus Nungesser

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