Veröffentlicht von Claus Nungesser am So., 30. Dez. 2018 10:28 Uhr

Weihnachten, mein erstes Weihnachten hier. Ich hatte und habe jährlich viele Fragen an mich und an dieses Fest. Was ist Weihnachten für mich? Was verbinde ich damit? Was muss passieren, damit es für mich ein schönes Fest wird?

Im Rückblick auf die letzten Tage merke ich, dass ich es unterschiedlich erlebt habe. Ich war mit viel (Vor-)Freude und frohen Erwartungen dabei, gespannt darauf, was passieren wird. Einige wünschten mir - fast schon mitleidig - viel Kraft für die viele Arbeit, die in diesen Tagen auf mich zukäme. Hm, ich fand es nicht wirklich anstrengend, für mich war es ein gutes Maß von Vorbereitung, meinem eigenen inneren Einlassen auf die Weihnachtsbotschaft und davon etwas weiter zu geben. Weihnachten kommt ja nicht ganz überraschend. Was mir gut getan hat und mich entlastet hat: Das Fest kehrt wieder, es ist nichts Einmaliges, ich muss nicht alles auf einmal hineinpacken in diese Zeit.

Was ich für mich schade fand: ich wäre gerne mit den vielen Besucherinnen und Besuchern mehr ins Gespräch gekommen, mich interessiert, was Weihnachten für sie besonders macht. Natürlich kann ich darüber schlaue Sachen lesen, doch das ist allgemein, es sind nicht die Menschen hier.

Vielleicht ist das dann aber schon wieder eine zu hohe Erwartung an mich und die Anderen. Auch seltsam: die weihnachtliche Ruhe, die ich um mich spüre, weicht so rasch wieder der lärmigeren Normalität, die ersten Böller krachen in den Mülleimern der Grünanlagen. Könnte das nicht länger anhalten? Oder hielten wir das gar nicht aus?

Da fällt mir ein: das Kind in der Krippe hatte auch keine längere ruhige Zeit mit seiner Familie, die waren sehr viel unterwegs. Dazu passt wieder die Botschaft dieser Geburt, Gott - ein Mensch wie wir.

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