Veröffentlicht von Claus Nungesser am Fr., 23. Nov. 2018 11:30 Uhr

Endlich Wilstedt, das Legendäre! Viel gehört habe ich davon, noch nichts gesehen außer Bildern auf der Homepage. Am letzten Wochenende fuhren Kristina Apelganz, drei KonfiteamerInnen und 13 KonformandInnen nach Wildstedt. Taufe war das Thema, die Gruppe startete am Freitag, ich kam Samstag am Nachmittag dazu. Erst mal habe ich es nicht gleich gefunden, weil ich von der "falschen" Seite ins Ort kam. Noch war es etwas hell, so dass ich das Schwedenrot des Hauses durch die fast entblätterten Bäume erkennen konnte. Schon die Zufahrt über das Laub war schön. Erster Eindruck: schöne Lage, ortsnah doch zurückgezogen, umgeben von einem kleinen Wald, sehr malerisch. Im Eingang viele Schuhe, der Charme des Einfachen,  wie auf mancher alpinen Berghütte.

Lebendig wird das Haus durch die Menschen. Die Jugendlichen - wie schön, sie zu erleben im Miteinander. Ich komme so mitten rein, mache mich erst mal mit den Namen etwas vertraut. Es sind mehr Jungs, viele schon länger als ich, einer hat eine Stimme, die mir sofort auffällt, der könnte gut die Weihnachtsgeschichte lesen. Mal sehen. Im Haus ist es frisch, bis auffällt, dass wohl jemand den zentralen Thermostat runtergeregelt hat ...

Am Abend wird es witzig, Wettbewerbsspiele ohne verbissenen Ehrgeiz. Beispiel: jede Gruppe mischt alkohlfreie Cocktails, die von einer Jury bewertet werden, ich bin bei einer Gruppe dabei. Danach 90 Minuten Nachtwanderung bei Halbmond und klarem Himmel. Faszination der Sterne, des Waldes, der Kälte, die Gruppe bleibt zusammen. Ich laufe für mich hinterher, die anderen im Blick.

Sonntag dann Gottesdienst zur Taufe. Bei der Auswertung kommt oft: mir haben die Lieder gut gefallen. Erstaunt mich, weil wenig mitgesungen wurde, wie ich mich täuschen kann. Musik wirkt doch noch mal anders als Sprache.

Alle (!) fanden es eine schöne Zeit mit etwas zu wenig Schlaf, oft kam die Frage: "Können wir noch mal wegfahren?" Kann ich gut verstehen, so ging es mir auch. Mal wieder beschenkt von Menschen fuhr ich nach Hause.

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